AGB Prüfungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen für telc-Prüfungen

1. Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Anmeldung und Teilnahme an telc-Sprachprüfungen, die von Profectus Sprache und Bildung gUG (haftungsbeschränkt), nachfolgend „Anbieter", durchgeführt werden.
  2. Die Anmeldung zu telc-Prüfungen ist ausschließlich natürlichen Personen als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB gestattet.

2. Anmeldung und Vertragsschluss

  1. Die Anmeldung zu Prüfungen erfolgt ausschließlich über das auf der Website bereitgestellte Buchungssystem.
  2. Die Darstellung der Prüfungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar.
  3. Mit Absenden der Buchung gibt die teilnehmende Person ein verbindliches Angebot zur Anmeldung ab.
  4. Die automatische Eingangsbestätigung stellt noch keine Vertragsannahme dar.
  5. Der Vertrag kommt erst mit ausdrücklicher Anmeldebestätigung durch den Anbieter zustande.
  6. Die Vergabe von Prüfungsplätzen erfolgt in der Reihenfolge des Anmeldungseingangs.
  7. Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

3. Prüfungsgebühren und Zahlungsbedingungen

  1. Die jeweils gültigen Prüfungsgebühren sind auf der Website veröffentlicht.
  2. Die Prüfungsgebühr ist mit Abschluss der Buchung fällig. Die Zahlung erfolgt über die im Buchungssystem angebotenen Zahlungsmethoden.
  3. Bei Auswahl einer Zahlungsart mit späterer Fälligkeit (z. B. Rechnungskauf) bleibt die Verpflichtung zur fristgerechten Zahlung bestehen.
  4. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
  5. Der Anbieter behält sich vor, Teilnehmende bei Zahlungsverzug von zukünftigen Prüfungen auszuschließen.

4. Zahlungsverzug

  1. Gerät die teilnehmende Person mit der Zahlung in Verzug, gelten die gesetzlichen Vorschriften.
  2. Der Anbieter ist berechtigt, bei offenen Forderungen Zahlungserinnerungen und Mahnungen zu versenden.
  3. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.

5. Rücktritt und Umbuchung

  1. Ein Rücktritt von der Prüfung ist nur in Textform (bspw. per E-Mail oder postalisch) möglich.
  2. Es gelten folgende Stornierungsbedingungen:
    1. Bei Rücktritt bis 14 Kalendertage vor dem Prüfungstermin wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € einbehalten. Der restliche Prüfungsbetrag wird erstattet.
    2. Bei Umbuchung sowie bei Rücktritt weniger als 14 Kalendertage vor dem Prüfungstermin wird gegen Vorlage eines ärztlichen Attests eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 30,00 € einbehalten. Der restliche Prüfungsbetrag wird erstattet.
    3. Bei Rücktritt weniger als 14 Kalendertage vor dem Prüfungstermin ohne Vorlage eines ärztlichen Attests sowie bei Nichterscheinen erfolgt keine Erstattung.
  3. Eine Umbuchung von Prüfungen ist ausgeschlossen. Eine erneute Anmeldung hat über das Buchungssystem zu erfolgen.
  4. Informationen zum gesetzlichen Widerrufsrecht sind in der separaten Widerrufsbelehrung auf der Website enthalten.

6. Absage von Prüfungen durch den Anbieter

  1. Der Anbieter behält sich vor, Prüfungen aus wichtigen Gründen räumlich oder zeitlich in Abstimmung mit dem Prüfungsabnahmer zu verlegen, zu verschieben oder abzusagen.
    Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:
    1. Erkrankung oder Ausfall der prüfungsverantwortlichen Person und dessen Vertretung,
    2. Erkrankung oder Ausfall von Prüfenden oder Aufsichtspersonen,
    3. technischen Störungen oder Systemausfällen,
    4. behördlichen Anordnungen oder sonstigen gesetzlichen Vorgaben,
    5. Fällen höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen oder anderen nicht vergleichbare Ereignisse).
  2. Bereits gezahlte Prüfungsgebühren werden in diesem Fall vollständig erstattet oder auf Wunsch auf einen Ersatztermin angerechnet.
  3. Der Anbieter ist berechtigt, Teilnehmende aus wichtigem Grund von der Prüfung auszuschließen oder das Vertragsverhältnis außerordentlich zu beenden, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer eine ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung nicht gewährleistet werden kann.
    Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei:
    1. vorsätzlich falschen Angaben im Rahmen der Anmeldung,
    2. erheblichen oder wiederholten Verstößen gegen diese AGB oder gegen Anweisungen des Prüfungspersonals,
    3. Täuschungsversuchen oder sonstigem prüfungsrelevantem Fehlverhalten,
    4. grob störendem oder respektlosem Verhalten gegenüber anderen Teilnehmenden, Prüfenden oder Mitarbeitenden,
    5. erheblichem Zahlungsverzug trotz vorheriger Erinnerung oder Mahnung.
  4. Im Falle eines berechtigten Ausschlusses oder einer außerordentlichen Beendigung besteht kein Anspruch auf Erstattung der Prüfungsgebühr.
  5. Der Anbieter haftet nicht für Prüfungsabsagen, Terminverschiebungen oder organisatorische Änderungen, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen, soweit gesetzlich zulässig.

7. Durchführung der Prüfung

  1. Die Prüfungen werden nach den Vorgaben der telc gGmbH durchgeführt.
  2. Teilnehmende sind verpflichtet, sich rechtzeitig am Prüfungsort einzufinden und ein gültiges Ausweisdokument vorzulegen.
  3. Erscheinen Teilnehmende erst nach Beginn der Belehrung zur schriftlichen Prüfung, ist eine Zulassung zur Prüfung ausgeschlossen.
  4. Den Anweisungen des Prüf- sowie Aufsichtspersonals ist Folge zu leisten.

8. Täuschungsversuch und Ausschluss

Bei Täuschungsversuchen oder Verstößen gegen die Prüfungsordnung kann die betreffende Person von der Prüfung ausgeschlossen werden. In diesem Fall erfolgt keine Erstattung der Prüfungsgebühr.

9. Ergebnisse und Zertifikate

  1. Die Bewertung und Auswertung der Prüfungen erfolgt gemäß den Vorgaben und Richtlinien der telc gGmbH.
  2. Die endgültige Feststellung der Prüfungsergebnisse erfolgt nach den Vorgaben der telc gGmbH.
  3. Die Mitteilung der Ergebnisse an die Teilnehmenden erfolgt nach Eingang beim Anbieter.
  4. Auf die Dauer der Auswertung und Ergebnisübermittlung hat der Anbieter keinen Einfluss.
  5. Eine Einsicht in Prüfungsunterlagen oder Bewertungsschlüssel ist nur im Rahmen der jeweils geltenden Regelungen der telc gGmbH möglich.

10. Haftung

  1. Der Anbieter haftet nur für Schäden, die auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten beruhen, soweit gesetzlich zulässig.
  2. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter auch bei einfacher Fahrlässigkeit, jedoch beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

11. Datenschutz

Personenbezogene Daten werden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet. Weitere Informationen sind in der Datenschutzerklärung auf der Website einsehbar.

12. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
  2. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
  3. Eine Aufrechnung ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.